Mehrheit der Jugendlichen wählt eine berufliche Grundbildung

12. Oktober 2018 autoberufe.ch – 53 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz, die diesen Sommer ihre obligatorische Schulzeit beendeten, haben nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung begonnen.

pd. Ein Drittel der Schulabsolventinnen und -absolventen hat sich für das Gymnasium oder die Fachmittelschule entschieden. 13 Prozent besuchen eine Zwischenlösung. Diese hochgerechneten Zahlen gehen aus dem neuesten «Nahtstellenbarometer – Bildungsentscheide nach der obligatorischen Schulzeit» hervor, das der Befragungsdienst gfs.bern im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI erhoben hat.

Laut den Ergebnissen des im August 2018 erhobenen «Nahtstellenbarometers» hatten im Sommer 2018 rund 73'000 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren die obligatorische Schulzeit abgeschlossen und standen vor der Ausbildungswahl. Von diesen Jugendlichen haben hochgerechnet 39'500 eine berufliche Grundbildung begonnen – 3000 davon im Automobilgewerbe. 24'500 haben sich für ein Gymnasium oder eine Fachmittelschule entschieden. Die verbleibenden 9500 Jugendlichen besuchen eine Zwischenlösung in Form eines Brückenangebotes oder eines Zwischenjahres. Die Zufriedenheit mit dem gewählten Ausbildungsweg ist insgesamt hoch: 92 Prozent der Jugendlichen gaben an, die gewählte Ausbildung passe zu ihren Fähigkeiten und Interessen. Für 79 Prozent dieser Jugendlichen entspricht die gewählte Ausbildung als Traum- oder Wunschlösung.

Am Stichtag 31. August 2018 wurden unternehmensseitig hochgerechnet rund 81'500 Lehrstellen angeboten. Davon wurden rund 70'000 vergeben. Rund 11'500 Lehrstellen konnten dieses Jahr nicht besetzt werden. Freie Lehrstellen gab es insbesondere in den Branchen «Baugewerbe» und «Land- und Forstwirtschaft». Als Hauptgründe, weshalb diese Stellen nicht besetzt werden konnten, gaben Unternehmen mitunter an, nur ungeeignete (70%) oder gar keine Bewerbungen (30%) erhalten zu haben. Mit dem Vorjahr verglichen hielten die meisten Unternehmen ihr Lehrstellenangebot auf konstantem Niveau (72%).
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